Aktuelle Empfehlung des OEPS bei der Ausübung von Hobby- und Amateurreitsport ab 15. November 2021


    Die mit 15.11. in Kraft getretene 465.Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und
    Konsumentenschutz mit der besondere Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 getroffen
    wurden (5. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung - 5.COVID-19-SchuMaV) bringt einen bundesweiten
    Lockdown für Ungeimpfte mit sich.
    Folgende Änderungen haben auch Auswirkungen auf den (Reit)-Sport:
    ▪ Zusammenkünfte, ungeachtet der TeilnehmerInnenzahl, selbst an öffentlichen Orten, nur mehr mit
    2G-Nachweis
    ▪ Ungeimpfte dürfen nur an öffentlichen Orten im Freien Sport betreiben- entweder alleine, mit
    Personen aus dem gemeinsamen Haushalt, engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigen
    Bezugspersonen
    ▪ Ungeimpfte (PferdehalterInnen) dürfen allerdings den eigenen privaten Wohnbereich u.a.
    • zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für ihr Eigentum (z.B. Pferd)
    • zur Deckung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens (u.a. die Versorgung von Tieren)
    verlassen
    ▪ Bis zum Ende der Schulpflicht gilt der Ninja-Pass mit eingetragenem PCR-Test weiterhin als 2-G
    Nachweis (in Wien nur bis 12 Jahre und 3 Monate).
    ▪ Eine Erstimpfung in Kombination mit einem PCR-Test gilt ebenfalls weiterhin als 2-G Nachweis
    Achtung:
    Salzburg und Oberösterreich haben bereits im Vorfeld eigene Verschärfungen erlassen. Wien hat ebenfalls
    Verschärfungen im Laufe der Kommenden Woche angekündigt.
    Neu in Salzburg:
    ▪ Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist bei Kundenkontakt eine FFP2-Maske zu tragen (TrainerInnen)
    Neu in Oberösterreich:
    ▪ In geschlossenen Räumen gilt auch bei 2G Maskenpflicht (außer Sportausübung)
    ▪ Generell sind Zusammenkünfte nur bis 25 TeilnehmerInnen gestattet!
    ▪ Für die aktive Sportausübung gbt es keine TeilnehmerInnenbeschränkung ( Ausnahme
    ZuschauerInnen)
    ▪ ZuschauerInnen sind nur im Rahmen von Spitzen-und Profisportveranstaltungen mit festen Sitzreihen
    und zugewiesenen Sitzplätzen erlaubt.
    ▪ Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist bei Kundenkontakt eine FFP2-Maske zu tragen (TrainerInnen)
    ▪ Sportstätten dürfen zur (Reit-)Sportausübung nur mehr mit 2 G (geimpft, genesen) betreten werden
    ▪ Nicht erforderlich, wenn die Sportstätte etwa von Eltern zum Zweck der Abholung ihrer Kinder
    betreten wird.
    ▪ Der Inhaber, konkret der Stallbetreiber kann darüber hinausgehende Vorschriften im eigenen
    Wirkungsbereich erlassen und z.B 2-G Nachweis von allen, die sich im Stall aufhalten, verlangen.
    ▪ 2-G Nachweispflicht, Anzeigepflicht, Präventionskonzept, COVID-19 Beauftragter bei
    Veranstaltungen/Zusammenkünften in nicht öffentlichen Sportstätten (Indoor und Outdoort ) ab 50
    TeilnehmerInnen
    ▪ Für SpitzensportlerInnen gilt weiterhin 3 G ( 2,5 G in Wien)
    Nach wie vor gilt:
    ▪ Bestellung eines COVID-19 Beauftragten und Nachweis eines Präventionskonzeptes für nichtöffentliche
    Sportstätten
    ▪ keine Maske sofern der Zweck der Betretung der Sportanlage Sportausübung ist
    ▪ keine Maske bei der Sportausübung
    ▪ keine Abstandsregeln
    ▪ keine Anzeigepflicht für Zusammenkünfte bis zu 49 TeilnehmerInnen
    ▪ Eigene Regelungen für den Spitzensport bleiben
    ▪ keine Personengrenze für AthletInnen bei Spitzensportveranstaltungen.
    Die besonderen Sicherheitsvorkehrungen als Definition von Personen, von denen ein geringes
    epidemiologisches Risiko ausgeht ist nunmehr im Sinne von 2-G´s: Geimpft, Genesen
    Die Verpflichtung zur Vorlage eines Nachweises besteht für Personen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr,
    (Ausnahme Wien bis vollendetes 6.Lebensjahr)
    Auch im Pferdesport wird der Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr benötigt und gilt die 2GRegel:
    ▪ in nicht öffentlichen Sportstätten, wenn die Sportstätte zum Zweck der Sportausübung betreten wird
    ▪ bei Zusammenkünften ab der Teilnehmeranzahl von mehr 25 TeilnehmerInnen
    Allerdings:
    ▪ Sonderregelungen für Spitzensportveranstaltungen gelten nach wie vor; nach wie vor 3-G Regel
    ▪ TrainerInnen und BetreuerInnen im Spitzen- und Breitensport müssen im Zuge ihrer beruflichen
    Tätigkeit zumindest einen 3-G Nachweis erbringen. TrainerInnen (egal ob Spitzen-oder Breitensport)
    üben in der Sportstätte ihren Beruf aus, daher gelten die Regeln wie für Arbeit! Primäres Ziel ist in
    diesem Fall nicht die Sportausübung. Das gilt auch für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Sportstätte.
    Der OEPS bekennt sich zusammengefasst zu den nachstehenden
    Empfehlungen
    Reiten in Reitschulen als nicht öffentliche Sportstätte :
    ▪ Reitschulen sind verpflichtet die Voraussetzungen für die Kundenbereiche von Betriebsstätten
    einzuhalten, das heißt, u.a. dass das Betreten zwecks Unterricht grundsätzlich nur mit 2G- Nachweis
    erlaubt ist und in geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen ist. Der 2-G Nachweis ist für die Dauer
    des Aufenthaltes bereit zu halten.
    ▪ Während der Sportausübung muss vom Schüler nie eine Maske getragen werden.
    ▪ 2-G Nachweis ist nicht erforderlich, wenn die Sportstätte etwa von Eltern zum Zweck der Abholung
    ihrer Kinder betreten wird.
    ▪ TrainerInnen und BetreuerInnen im Spitzen- und Breitensport müssen im Zuge ihrer beruflichen
    Tätigkeit zumindest einen 3-G Nachweis erbringen. Abhängig von den Rahmenbedingungen
    (indoor/outdoor, Körperkontakt) können vom Verantwortlichen auch strengere Regelungen im
    Hinblick auf das Tragen einer Maske (z.B. FFP2 Maskenpflicht) oder ein 2,5G Nachweis vorgesehen
    werden.
    ▪ Achtung! Eigene Vorschriften für Oberösterreich und Salzburg!
    ▪ Kein Mindestabstand!
    ▪ Gruppenunterricht und Ausreiten ist ohne Beschränkung zulässig.
    Reiten im Einstellbetrieb:
    ▪ Der Einstellbetrieb darf zu Sportzwecken nur betreten werden, das heißt um im Freien, am
    Außenplatz, oder in der Halle zu reiten, wenn der 2-G Nachweis erbracht werden kann. Dieser
    Nachweis
    einer geringen epidemiologischen Gefahr ist für die Dauer des Aufenthaltes bereithalten.
    ▪ Nicht erforderlich, wenn die Sportstätte etwa von Eltern zum Zweck der Abholung ihrer Kinder
    betreten wird.
    Der Einstellbetrieb darf ohne Maske betreten werden, wenn der Zweck der Betretung Sportausübung ist.
    Auch die geschlossenen Räumlichkeiten (Sattelkammer, Umkleideräume, Toiletten, Putzplätze) dürfen ohne
    Maske betreten werden, soweit die Betretung zur Ausübung des Sports erforderlich ist.
    Eigenverantwortlichkeit des Betreibers in Kenntnis seiner Infrastruktur darüber hinausgehende Maßnahmen
    vorzuschreiben!
    Einzelunterricht und auch Gruppenunterricht ist weiterhin für alle ReiterInnen zulässig.
    ▪ TrainerInnen gelten als DienstleisterInnen und haben die dafür geltenden Vorschriften zu beachten
    u.a. 3-G Regel. Abhängig von den Rahmenbedingungen (indoor/outdoor, Körperkontakt) können vom
    Verantwortlichen auch strengere Regelungen im Hinblick auf das Tragen einer Maske ( z.B. FFP2
    Maskenpflicht) oder ein 2,5-G Nachweis vorgesehen werden.
    ▪ Der Reitstallbetreiber, oder eine von ihm namhaft gemachte Person (COVID-19 Beauftragter) hat auf
    die Einhaltung von Corona Schutzvorschriften zu achten.
    Ausreiten:
    ▪ Es gibt keine Höchstgrenze, Ausreiten ist weiter uneingeschränkt möglich!
    ▪ Beim Ausreiten von Ungeimpften ist zu beachten, dass ihnen die Sportausübung an öffentlichen Orten
    im Freien ausdrücklich erlaubt ist.
    Zusammenkünfte/ Veranstaltungen (Turnier, Training, Kurse, Gruppen) Ausnahme Oberösterreich:
    Es gilt folgende Höchstgrenzen zu beachten:
    ▪ Zusammenkünfte bis zu 49 TeilnehmerInnen zur Sportausübung sind indoor wie outdoor, zwischen 0-
    24 Uhr, mit und ohne ZuschauerInnen sind bei 2-G Nachweis (beim Betreten der nicht öffentlichen
    Sportstätte!) erlaubt und müssen weder angezeigt noch bewilligt werdenn
    ▪ Es gilt keinen Mindestabstand einzuhalten. Contact Tracing zum Zweck der
    Kontaktpersonennachverfolgung (Vor-und Familiennamen, Telefonnummer, Email-Adresse und Datum
    und Uhrzeit des Betretens) ist bei einem Aufenthalt länger als 15 Minuten erforderlich und dann,
    wenn der Aufenthalt nicht überwiegend im Freien ist.
    ▪ Der für die Zusammenkunft Verantwortliche hat, auch abseits von nicht-öffentlichen Sportstätten,
    einen 2-G Nachweis zu verlangen. Die TeilnehmerInnen haben den Nachweis auch für die Dauer des
    Aufenthalts bereitzuhalten. Contact Tracing zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung (Vor-und
    Familiennamen, Telefonnummer, Email-Adresse und Datum und Uhrzeit des Betretens) ist
    erforderlich!
    Bei Zusammenkünften mit mehr als 50 TeilnehmerInnen:
    ▪ Der für die Zusammenkunft Verantwortliche hat die Zusammenkunft spätestens eine Woche vorher
    bei der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde anzuzeigen.
    ▪ Ein 2-G Nachweis ist zu erbringen. Indoor entfällt auch abseits der Sportausübung die Maskenpflicht.
    Der 2-G Nachweis ist für die Dauer des Aufenthaltes bereitzuhalten.
    ▪ Contact Tracing erforderlich!
    ▪ Der Verantwortliche hat eine/n COVID-19-Beauftragte/n zu bestellen, ein COVID-19-
    Präventionskonzept ist auszuarbeiten und umzusetzen.
    ▪ Stichprobenartige Überprüfung des Corona Konzeptes durch die Bezirksverwaltungsbehörde! Es wird
    angeraten dieses während der Dauer der Zusammenkunft bereithalten, um es auf Verlangen vorlegen
    zu können!
    Bei Zusammenkünften mit mehr als 250 TeilnehmerInnen:
    ▪ Bei Zusammenkünften mit oder ohne ausschließlich zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen
    ist ein 2-G Nachweis zu erbringen. Indoor entfällt auch abseits der Sportausübung die Maskenpflicht.
    ▪ Der für die Zusammenkunft Verantwortliche hat zusätzlich eine Bewilligung der örtlich zuständigen
    Bezirksverwaltungsbehörde einzuholen.
    ▪ Es ist ein COVID-19 Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen und ein COVID-19 Beauftragter
    zu bestellen.
    ▪ Contact Tracing ist erforderlich!
    Für alle Zusammenkünfte (Ausnahme Oberösterreich) gilt:
    ▪ Sofern die sportliche Veranstaltung und deren ZuschauerInnen nicht als getrennte Zusammenkünfte
    organisiert werden, sind SportlerInnen wie auch ZuschauerInnen gleichermaßen für die maximale
    TeilnehmerInnenanzahl zu berücksichtigen.
    ▪ An einem Ort dürfen mehrere Zusammenkünfte gleichzeitig stattfinden, sofern die Höchstzahl pro
    Zusammenkunft nicht überschritten wird und durch geeignete Maßnahmen, wie etwa durch
    räumliche oder bauliche Trennung oder zeitliche Staffelung, eine Durchmischung der TeilnehmerInnen
    der gleichzeitig stattfindenden Zusammenkünfte ausgeschlossen und das Infektionsrisiko minimiert
    wird.
    Zusammenkünfte im Spitzensport:
    ▪ Veranstaltungen (Training/Kurs/Gruppe/Wettkampf...), bei denen ausschließlich SpitzensportlerInnen
    gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017 Sport ausüben, sind ohne Personenbeschränkungen zulässig.
    SpitzensportlerInnen sowie deren TrainerInnen haben für den Trainings-und Wettkampfbetrieb nur
    einen 3-G Nachweis vorzuweisen.
    ▪ Für diese Personen, ist, basierend auf einer Risikoanalyse, ein dem Stand der Wissenschaft
    entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten
    und umzusetzen und eine/n COVID-19-Beauftragte/n zu bestellen.
    ▪ Durch ärztliche Betreuung und durch COVID-19-Testungen der SportlerInnen, BetreuerInnen und
    TrainerInnen ist darauf hinzuwirken, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.
    NACH WIE VOR GILT:
    Der OEPS darf als SpitzensportlerInnen A-und B- Kadermitglieder aller Sparten und all jene Pferdesportler-
    Innen, die eine aufrechte internationale Qualifikation nachweisen können, einstufen.
    Alle PferdesportlerInnen, die 2018, 2019, 2020, 2021 international gestartet sind oder eine gültige Lizenz der
    Stufe 1,2,3,4 oder ein Startkarte der jeweiligen Sparte besitzen. Auch Mitglieder des OEPS Talente-Teams,
    fallen unter diese Regelung. Betreffend Startkartenausstellung wird auf die Bestimmung des § 18 ÖTO
    hingewiesen.
    • Im Rahmen der Veranstaltungen im Spitzensport können auch als zusätzliche Veranstaltung
    Bewerbe für ReiterInnen ohne Lizenz unter Einhaltung der Bestimmungen für Zusammenkünfte,
    u.a. 2G!Nachweis und unter Einhaltung der ÖTO abgehalten werden. Es wird empfohlen durch
    räumliche oder bauliche Trennung oder zeitliche Staffelung, eine Durchmischung der
    TeilnehmerInnen der gleichzeitig stattfindenden Zusammenkünfte auszuschließen. Die Einhaltung
    der Bestimmungen der ÖTO ist unerlässlich zwecks Anrechnung.
    Voltigiertraining:
    Auch Gruppentraining ist weiterhin erlaubt, weil Kontaktsportarten ohne Einschränkungen betrieben werden
    dürfen. Für TrainerInnen gilt 3-G Regel!
    Seit dem Erscheinen der jeweils aktuellen Verordnungen, aktuell der 5. COVID-19-
    Schutzmaßnahmenverordnung - 5.COVID-19-SchuMaV, werden diese seit Beginn der Pandemie vom OEPS
    für den Pferdesport interpretiert und so rasch als möglich Empfehlungen gemeinsam mit JuristInnen, die für
    den OEPS tätig sind, verfasst. Dabei handelt es sich um allgemein ableitbare Einschätzungen der Folgen einer
    Ausnahmesituation. Aufgrund der unbeständigen Sachlage und dem Fehlen einschlägiger Judikatur,
    Rechtsvorschriften und Rechtsprechung kann jedoch ausdrücklich keine Gewähr oder Haftung für eine
    etwaige gerichtliche Durchsetzbarkeit der Empfehlungen übernommen werden.
    Bitte beachten Sie:
    Die Empfehlungen, sofern nicht darauf hingewiesen, beziehen sich auf die jeweils gültige Verordnung auf
    Bundes-Ebene. Teils abweichende Regelungen für Bundesländer!

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